Besteuerung von Elektroauto Dienstwagen

Besteuerung von Elektroauto Dienstwagen nach Elektromobilitätsgesetz (EmoG)

Während das Elektroauto in einigen Ländern schon zum täglichen Straßenbild gehört tut sich die Elektromobilität in Deutschland immer noch schwer. Das gilt insbesondere für Firmenflotten. Hier hat das Elektroauto noch nicht einmal 2% Marktanteil erreicht.

Hierauf hat jetzt die Bundesregierung mit einer neuen Fördermaßnahme reagiert. Bei Benzin- oder Dieselfahrzeugen wird der geldwerte Vorteil der Privatnutzung monatlich mit einem Prozent des Bruttolistenpreises des Autos besteuert. Anders neuerdings bei Elektroautos. Hier wird die private Nutzung jetzt nur noch mit 0,5% Regelung besteuert.

Beispielrechnung zeigt: Das elektrische Firmenauto rechnet sich

Muss der Arbeitnehmer beispielsweise bei einem 60.000 € teuren Firmenfahrzeug die Privatnutzung monatlich mit 600 € versteuern, so sind es bei einem Elektroauto nur noch monatlich 300 €. Das macht aufs Jahr hochgerechnet eine Differenz von 3.600 €, die der Arbeitnehmer weniger zu versteuern hat.

Viele Firmen schrecken dennoch gegenwärtig vor der Anschaffung eines Elektroautos zurück wegen der eingeschränkten Reichweiten und der vermeintlich langen Ladezeiten. Diese Furcht ist jedoch mittlerweile unbegründet. In fast allen Marktsegmenten werden zwischenzeitlich passende Autos angeboten.

Privilegierte Besteuerung von Elektroauto Dienstwagen für alle Fahrzeugklassen

Elektro Kleinwagen

Elektro Kleinwagen wie z.b. der Smart EQ und der VW E-Up können zu Preisen zwischen 20.000 und 25.000 Euro erworben werden.

Der Smart EQ wird zu Preisen ab 21.940 € angeboten. Hierfür erhält der Kunde 82 Elektro PS bei einer Reichweite von 160 km. Für ca. 1.000 € mehr liefert VW seinen E-Up, der bei 80 PS ebenfalls auf eine Reichweite von 160 km kommt.

Aus Frankreich gehen der Elektro Kleinwagen C-Zero von Citroen und der baugleiche i-On von Peugeot an den Start. Beide kommen bei 67 Elektro PS auf 100 km Reichweite. Der Listenpreis beider Autos liegt bei 21.800 €.

Start-ups wie die Aachener Firma e.Go liefern das Elektro Kleinauto e.Go Life bereits ab 15.950 €.

Elektro Kompaktwagen

Eine Klasse darüber, bei den Kompakt Modellen, tummeln sich zu Preisen zwischen 30.000 und 40.000 € mittlerweile eine ganze Reihe von Fahrzeugen.

Hier reicht die Palette vom BMW i3 über den VW E-Golf bis zu dem japanischen Nissan Leaf sowie den koreanischen Elektroautos Hyundai Ioniq und Kia Soul.

Der mittlerweile im siebten Jahr gebaute BMW i3 wird in zwei Leistungsstufen (170 bzw. 184 PS) angeboten und ist ab 38.000 € erhältlich. Die Reichweite des BMW i3 beträgt 359 bzw 345 km.

VW bietet seinen E-Golf nur in einer Motorisierung an. Für 35.900 € kommt der 136 PS starke E-Golf auf eine Reichweite von 300 Kilometer.

Gegenwärtig vom Markt zu verschwinden scheint dagegen leider der Opel Ampera-e.  Von dem 204 PS starken Ampera-e werden wahrscheinlich nur noch Restbestände verkauft.  Er ist Opfer der Übernahme von Opel durch Peugeot geworden und gehörte früher zum Portfolio von General Motors. Das ist insbesondere deshalb bedauerlich da der Ampera e mit 520 km Reichweite sicherlich zu den Reichweiten Spitzenreitern gehört.

Koreaner und Japaner sind stark vertreten

Das jahrelang weltweit am meisten verkaufte Elektroauto, der Nissan Leaf, wird bereits in zweiter Generation produziert. Zu Preisen ab 36.800 € kann der Kunde zwischen einer 150 PS und einer 217 PS starken Variante wählen. Mit der kleineren Motorisierung kommt der Nissan Leaf auf eine Reichweite von 270 km. Die stärkere Motorisierung trägt den Leaf 385 km weit. Mittlerweile hat der Nissan Leaf seinen Status als weltweit meistverkauftes Elektroauto an Tesla abgeben müssen.

In Europa führte lange Zeit der Renault Zoe die Liste der meistverkauften Elektroautos an. Der Zoe wird mit Leistungen von 92 bzw. 108 PS angeboten. Die Reichweite beträgt 175 bzw. 316 Kilometer. Die kleinere Variante des Renault Zoe ist bereits ab 29.900 € zu haben.

Hyundai liefert mit dem Ioniq für 33.300 € ein 120 PS starkes Elektroauto, dass es auf 280 km Reichweite bringt.

Kia bietet den Soul mit 110 PS und 250 km Reichweite für Preise ab 29.490 € an.

Neben dem Ioniq bietet Hyundai seit einiger Zeit auch noch den Kona als voll elektrisches Auto an. In zwei Varianten (136 bzw. 204 PS) reicht eine Akkuladung für 289 bzw. 449 km. Die günstigste Variante schlägt mit 34.600 € zu Buche. Für 300 € weniger liefert die Konzernschwester Kia den elektrischen Niro, der auf der gleichen Technik wie der Hyundai Kona basiert.

Elektro Kleintransporter

Wer etwas mehr Laderaum sucht sollte sich die Kleintransporter von Renault und Nissan ansehen.

Der Renault Kangoo Maxi Z.E. leistet 60 PS. Der Akku reicht für 270 km Reichweite.

Über einen etwas größeren Laderaum verfügt der Elektro Kleintransporter von Nissan. Der Nissan NV200 wird von einem 109 PS starken E-Motor angetrieben und fährt mit einer Batteriefüllung 200 Kilometer weit. Nissan bietet den NV200 für Preise ab 43.433 € an.

Mittelklasse Elektroautos

Der Markt der Mittel- und Oberklasse Elektroautos wird gegenwärtig noch von Tesla beherrscht.

Das günstigste Tesla Auto, das Model 3, wird in zwei Motorvarianten angeboten. Die kleinere Version des Model 3 liefert 351 PS. Die größere Motorvariante leistet 487 PS. Die Reichweite des Model 3 beträgt 560 bzw. 530 km. Den ursprünglich anvisierten Grundpreis von 35.000 Euro kann Tesla zwischenzeitlich aber nicht mehr halten. Gegenwärtig sind selbst für die kleinere Ausführung des Model 3 mindestens 55.000 Euro zu zahlen.

Besteuerung von Elektroauto Dienstwagen der Oberklasse Elektroautos

Preislich bereits zur echten Oberklasse gehört dagegen schon das Model S. Für das Model S stehen zwei Motorvarianten zur Verfügung.  Die kleinere Ausführung gibt 422 PS, die größere 611 PS, an die Räder ab. Die Preise für das Model S beginnen bei 108.420 €.

Audi startet mit dem e-tron direkt in den Margen bringenden SUV Markt.  Wer mindestens 79.900 € auf den Tisch des Audi-Händler legt, erhält dafür einen Elektro-SUV mit 408 PS und einer Reichweite von 417 km.

Für ähnlich viel Geld – 78.240 Euro – gibt es von Jaguar den i-Pace. Der 400 PS starke i-Pace läuft mit einer Akkuladung 470 km.

In den Genuss der halbierten Besteuerung von Elektroauto Dienstwagen kommen zum Teil auch Plug-in-Hybride

Auch Plug-in-Hybride können in den Genuss der 0,5% Regelung gelangen.

Hieran hat der Gesetzgeber aber zwei Bedingungen geknüpft. Das Plug-in Hybridauto muss zum einen rein elektrisch mindestens 40 Kilometer laufen. Zum anderen darf der CO2 Ausstoß 50 Gramm pro Kilometer nicht überschreiten.

Zu dieser Gruppe von Plug-in-Hybrid Fahrzeugen zählt der BMW 530e und der BMW 745e.

In der Gruppe der Plug-in-Hybride, die diese Bedingungen erfüllen finden sich auch wieder Fahrzeuge aus koreanischer Produktion. Hyundai bietet nämlich den Ioniq nicht nur vollelektrisch, sondern auch als Plug-in-Hybrid an.  Kia tritt mit dem Niro und dem Optima ebenfalls an.

Aber auch die Japaner mischen mit dem Toyota Plug-in Prius und dem Mitsubishi Outlander im steuerlich begünstigten Segment mit. Der Mitsubishi Outlander ist dabei Europas meistverkauftes Auto mit Plug-in Technik.

Besteuerung von Elektroauto Dienstwagen gilt auch für den Benzin Hybrid von Mercedes

Ebenfalls steuerlich bevorzugt wird der Mercedes E300e, der als einziges Hybridauto auf der Verbrenner Seite nicht von einem Benziner, sondern von einem Dieselmotor angetrieben wird.

Neben der steuerlichen Begünstigung von Elektroauto Dienstwagen: Umweltbonus

Neben der steuerlichen Begünstigung von Elektroauto Dienstwagen gibt es aber nach wie vor auch den Umweltbonus – auch für Privatpersonen.

Der Kunde, der ein reines Elektroauto kauft, kann eine Förderung in Höhe von 4.000 € erhalten, bei den Plug-in Hybridautos beträgt die Förderhöhe 3.000 €.

Mit Stand 30.04.2019 lagen dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle 74.996 Anträge auf Förderung für reine Elektroautos sowie 39.027 Anträge auf Förderung eines Plug-in-Hybrid Autos vor.


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