Aus Honda Urban EV wird Honda e

Aus Honda Urban EV wird Honda e.

Bereits vor einigen Monaten hatten wir den Honda Urban EV  als Konzeptstudie vorgestellt. Auf dem Genfer Autosalon 2019 im März zeigte Honda jetzt die seriennahe Studie des Honda e Prototype. Gleichzeitig mit der Vorstellung hat Honda die Reservierungsmöglichkeit eröffnet. Das echte Serienmodell soll dann auf der IAA 2019 in Frankfurt debütieren.

Abweichend von der ursprünglichen Studie des Honda Urban EV wirkt der Honda e Prototype etwas rundlicher. Zudem hat die nun gezeigte seriennahe Studie nun vier und nicht mehr nur zwei Türen. Ebenfalls gewachsen sein soll auch die hintere Sitzreihe. Verfügte der Honda Urban EV noch über nur zwei Plätze auf der Rücksitzbank, so scheint nun Platz für drei Personen auf der hinteren Bank zu sein. Geblieben sind dagegen die runden LED-Leuchten in der Front und am Heck.

Kameras statt Rückspiegel

Wie schon bei der Studie des Honda Urban EV hat auch der Honda e Prototype Rückspiegel-Kameras anstelle der klassischen Rückspiegel.

Diese unterhalb des vorderen Fenster Dreiecks angebrachten Kameras sind aufgrund ihrer Form weitestgehend vor Verschmutzung geschützt. Die Bilder der Rückfahrkameras werden auf Displays im Armaturenbrett eingespielt. Im Rückspiegel ist ebenfalls das Bild einer rückwärtigen Kamera zu sehen.

Honda zeigt sich mit den Angaben zu Batteriegröße und Leistung des Fahrzeuges genauso wie zu den Preisen noch relativ verschlossen. Bisher ist nur durchgedrungen, dass der Honda e mindestens über 100 PS (74 kW) Leistung verfügt. Der Antrieb erfolgt über die Hinterräder. Kombiniert mit 300 Newtonmetern Drehmoment und einem Gewicht von etwa 1,5 Tonnen dürfte dies zu gehöriger Agilität des kleinen Elektroautos führen.

Batterie, Ladezeit und Reichweite

Die Batterie soll für mindestens 200 Kilometer Reichweite nach WLTP-Norm gut sein. Das Aufladen des spritzigen kleinen Stromers erfolgt über CCS. Der Anschluss hierfür sitzt mittig auf der “Motorhaube” unter einer schwarzen Abdeckung. Die Ladezeit für die 80% Aufladung gibt Honda mit 30 Minuten an.

Plattform und Maße

Ähnlich wie auch VW mit seiner MEB Plattform (Modularer E-Antriebs-Baukasten) stellt auch Honda seinen neuen Honda auf eine eigene Plattform für Elektroautos. Diese soll auch später die Basis für nachfolgende Batterie Autos sein.

Trotz des gleichen Radstands von 2,35 m wie beim Honda Jazz, ist der Honda e wegen der kurzen Überhänge um etwa 10 cm kürzer. Die Gesamtlänge wird damit unter vier Metern liegen.

Interieur

Die gesamte Optik des Innenraums des Honda e wird beherrscht von dem fast ein Meter breiten Armaturenbrett mit drei Displays. Über Touchscreens werden die an ein Windows 10 erinnernden Apps gesteuert. Das Ganze wird eingerahmt von schöner Holzoptik.

Preis und Reservierung

Gemessen am Wettbewerb sollte der Preis des kleinen Honda e bei ca. 25.000 € liegen. Das Auto kann ab sofort auf der Honda Seite bei einer Anzahlung von 800 € reserviert werden. Gegenwärtig kann aber nur aus fünf verschiedenen Farben gewählt werden. Weitere Festlegungen sind dann wahrscheinlich erst nach der Präsentation auf der IAA 2019 möglich. Erste Auslieferungen des Honda e sind für das Jahr 2020 geplant.

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