Faraday Future erhält neue Finanzmittel zur Herstellung des FF91

Faraday Future erhält neue Finanzmittel zur Herstellung des FF91

Die wechselvolle Geschichte von Faraday Future geht weiter.

Faraday Future war vor einigen Jahren vom Tech-Unternehmer Jia Yueting gegründet worden. Unterstützt wurde das Projekt zunächst von einem chinesischen Großinvestor, der Unternehmensgruppe LeEco. Diese hatte 800 Millionen Euro in das Projekt investiert und weitere 1,2 Milliarden Euro Finanzierung zugesagt.

Faraday Future FF91, Elektroauto - soll bis Ende 2019 ausgeliefert werden - Foto Faraday Future
FF91, Elektroauto – soll bis Ende 2019 ausgeliefert werden – Foto Faraday Future

Mit diesem finanziellen Backround war es dem Gründer dann zunächst gelungen namhafte Ingenieure aus der Autoindustrie zu rekrutieren.

Unter anderem konnte der ehemalige BMW Entwickler Ulrich Kranz gewonnen werden. Kranz hatte bis Ende 2016 für BMW gearbeitet. Er gilt als einer der Väter der “BMWi” Elektroserie von BMW.

Kurze Zeit später geriet Faraday Future aber in finanzielle Schräglage, nachdem der chinesische Investor seinerseits in finanzielle Turbulenzen geraten war und die avisierten Kreditlinie nicht mehr zur Verfügung stellen konnte oder wollte.

Kranz und andere leitende Ingenieure waren zwischenzeitlich aus dem Unternehmen bereits wieder ausgeschieden. Einige von ihnen haben mittlerweile eine neue Heimat bei dem Konkurrenz Start-up EVelozcity gefunden

Danach war es ruhig um Faraday Future geworden. Das Projekt des Elektro Sportwagens FF91 kam über einige Prototypen nicht hinaus. Auch das kleine Nachfolgemodell FF81 schaffte es nicht auf die Straße.

Nach etlichen Rechtsstreiten konnte eine Stillhaltevereinbarung mit den alten Investoren geschlossen werden.

Chinesischen Glücksspielunternehmen The9 steigt ein

Jetzt wurde bekannt, dass Faraday seinen Unternehmenssitz in Los Angeles verpfändet hat und gleichzeitig 600 Millionen Euro vom chinesischen Glücksspielunternehmen The9 erhalten hat.

Mit diesem Geld will man nun ein preisgünstiges Elektroauto für den chinesischen Markt bauen, von dem 300.000 Auto produziert werden sollen. Das neue Elektrofahrzeug hört auf den Namen V9.

150 Millionen Euro der Finanzierung darf das Start-up für die Aufrechterhaltung der Produktion des FF91 einsetzen.

Das Unternehmen gibt an, dass die Produktion des FF91 und des FF81 weiterhin gesichert sei. Die Auslieferungen des FF91 Serienmodells soll bereits im ersten Halbjahr 2019 erfolgen.

Die Firma plant eine weitere Finanzierungsrunde in Höhe von 1,25 Milliarden US-Dollar bis Ende des Jahres.

Die Faraday Future Aktie konnte seit Anfang des Jahres um ca. 20 % zulegen.

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