Dyson will Elektroautos bauen

Dyson will Elektroautos bauen.

Dyson, vor allem als Hersteller teurer beutelloser Staubsauger bekannt, plant den Bau eigener Elektroautos.

Wie Dyson jetzt bekanntgab, sollen die ersten Fahrzeuge bereits 2020, spätestens 2021, auf den Markt kommen.

Zur Entwicklung der Fahrzeuge und der zugehörigen Batterien plant Sir James Dyson Investitionen in Höhe von mehr als 2 Milliarden Euro.

Diese sollen hälftig jeweils für die Fahrzeugentwicklung selbst und für die Batterie Entwicklung eingesetzt werden.

Insbesondere in der Batterie Entwicklung arbeiten schon 400 Ingenieure in England. Insgesamt beschäftigt Dyson in England 4800 Mitarbeiter.

Dyson plant kurz bis mittelfristig drei Elektroautos zu produzieren.  Hierbei setzt der britische Exzentriker in der Batterietechnik auf Feststoffbatterien. Auch Konkurrenten wie Toyota und Audi arbeiten an solchen Energiespeichern.Gegenwärtig forscht Dyson an zwei unterschiedlichen Festkörper Akkus, die Vorteile in Bezug auf Energiedichte und Gewicht bringen sollen.

Mangels Serienreife der Feststoffbatterien werden die ersten Fahrzeuge aber wohl mit konventionellen Lithium-Ionen-Akkus ausgeliefert.

Eines der Bilder aus den von Dyson veröffentlichten Patenten – Bild: Dyson

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Motoren

Obwohl auch keine Informationen von Dyson zu bekommen sind, wer die Motoren der Autos liefern wird, kann angenommen werden, dass Dyson sie selbst produziert. Dyson`s Hochgeschwindigkeits-Elektromotoren sind schließlich weltweit für ihre Solidität und Kompaktheit bekannt.

Dyson plant zunächst die Entwicklung einer Kleinserie

Zunächst ist die Entwicklung einer Kleinserie geplant. Dabei geht es vorwiegend darum Lieferketten zu erproben und den Markt zu erkunden.

Das britische Automagazin autocar.co.uk geht davon aus, dass diese Kleinserie dicht an die den Patentanmeldungen beigefügten Skizzen angelehnt sein wird.

Danach wird das Dyson Auto ungefähr die Größe eines Land Rovers haben und als Crossover gebaut werden.

Den Skizzen ist zu entnehmen, dass das Auto sehr hohe, schmale Reifen haben wird. Das wirkt sich zwar negativ auf die Trägheit aus, beeinflusst aber dafür positiv den Rollwiderstand und die Rekuperation, so der Erfinder.

Eines der Bilder aus den von Dyson veröffentlichten Patenten – Bild: Dyson

Eine Großserienproduktion soll den beiden zukünftigen späteren Modellen vorbehalten bleiben.

Obwohl Dyson selbst keine Angaben zu Preisen macht, dürfte das erste Fahrzeug eher im Preissegment oberhalb der 100.000 € Grenze angesiedelt sein.


Dyson will Elektroautos bauenIn Singapur

Als zukünftigen Produktionsstandort hat Dyson Singapur gewählt und begründet dies mit der Nähe zu den Wachstumsmärkten der Zukunft.

Des Weiteren spiele die große Verfügbarkeit hochqualifizierter Ingenieure eine entscheidende Rolle. Dyson beschäftigt in Singapur schon 1.100 Mitarbeiter in der Produktion von Motoren für das vielfältige Angebot an Haushaltsmaschinen.

Neben den Investitionen in den Produktionsstandort Singapur plant Dyson weitere 200 Millionen Euro in den Umbau eines ehemaligen Flugplatzes in Wiltshire (England) zu investieren. Der alte Flugplatz soll zu einer Teststrecke ausgebaut werden.

Anders als Tesla, der seinerzeit den ersten Roadster noch auf Basis eines Lotus baute, will Dyson von Anfang an mit einem eigenen Fahrzeug starten.

Dysons Pläne zum Bau eines eigenen Elektroautos sind bereits seit über drei Jahren bekannt.

Schon im September 2016 wurde der ehemalige Chefingenieur von Aston Martin, Ian Minards, als Vice President Automotive von Dyson engagiert.

Eine erste Prototypenfertigung soll bereits im nächsten Monat in Wiltshire erfolgen.

Eines der Bilder aus den von Dyson veröffentlichten Patenten – Bild: Dyson

Auch mit dem Bau der Teststrecke auf dem ehemaligen Flughafengelände wurde zwischenzeitlich begonnen.

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