Formel E nimmt Fahrt auf

Die Formel E nimmt Fahrt auf.

Nachdem zunächst Renault, Jaguar und Audi in die Elektro Rennserie Formel E eingestiegen waren, gehen nun auch Teams von BMW, Mercedes und Porsche an den Start.

Die mit zweistelligen Millionenbeträgen ausgestatteten Werksteams haben höhere Leistungen, mehr Reichweite und mehr Freiheiten in der Technik für die fünfte Saison  der Formel E durchgesetzt.

Auch die Laufzeit wurde verkürzt und beträgt jetzt nur noch 40 Minuten. Damit kann das Rennen non-stop ohne Fahrzeugtausch durchgeführt werden.

 

 

Formel-E-Autowechsel-bei-Formel-E-Marrakesch-E-Prix-2018-Bildquelle-Audi - Audi e-tron FE04 #66 (Audi Sport ABT Schaeffler), Daniel Abt - Formel E nimmt Fahrt auf
Formel E – Autowechsel während des Rennens. Ab nächster Saison wird durchgefahren.

 

 

Die Höchstgeschwindigkeit der Formel E Renner wurde um 55 km/h von zunächst 225 km/h auf 280 km/h gesteigert.

Auch die Peak Leistung der Motoren wurde erheblich angehoben; sie stieg von bisher 270 auf nunmehr 340 PS an.

Die Formel E nimmt Fahrt auf

In der Formel E kommt es aber nicht nur auf die Spitzenleistung an sich an, sondern auch darauf, wie gut der Fahrer die Rekuperation einsetzt. Rekuperation ist dabei die Rückgewinnung von Energie.

Der Fahrer kann bis zu 80% der Energie durch Rekuperation zurückgewinnen.

Zu den Kosten der Formel E verlautbarte aus BMW Kreisen, dass der Einsatz zweier Formel E Autos in etwa die gleichen Kosten wie der Betrieb von sechs DTM Fahrzeugen verursacht.

BMW Motorsport Direktor Marquardt erklärte, dass ein Viertel aller Elektroingenieure für die Serienautos in das BMW Formel E Projekt eingebunden sind.

Damit ist dann wohl auch das Ende exotischer Formel E Teams besiegelt.

Die in Zukunft wohl im Mittelpunkt stehende Leistungselektronik zur Rückgewinnung der Energie und zum Umrichten des Gleichstroms aus der Batterie in Wechselstrom für den E-Motor ist für kleine und selbst mittelständische Firmen kostenmäßig kaum noch zu stemmen.

Daran ändert auch nichts das Einsetzen kostengünstiger Einheitsbauteile wie des Carbon Chassis, der Reifen und Akku. Diese Bauteile werden nämlich nach wie vor vorgegeben und sind für alle Teams gleich.

Schaeffler, die zusammen mit Abt bisher das Team Abt Schaeffler bildeten hat übrigens schon die ersten Rückschlüsse aus der Formel E für die Straße umgesetzt und gerade dem Publikum einen Prototypen mit vier Formel E Motoren vorgestellt , die insgesamt 1200 PS leisten. Gegenwärtig wird sogar eine Kleinserie des Prototypen erwogen.

Bernd Autor 3

Bernd und hat fast 40 Jahre als Philosophie Lehrer gearbeitet. Neben Philosophie hat Bernd auch Elektrotechnik unterrichtet. Er fährt seit einigen Jahren ein Elektroauto Nissan Leaf. Sein Spezielgebiet sind Elektroautos und hier insbesondere Ladetechniken für Elektroautos.

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