Streetscooter Work XL kommt jetzt mit Brennstoffzelle

.Streetscooter Work XL kommt jetzt mit Brennstoffzelle

Die deutsche Post und ihre Tochterfirma Streetscooter wollen schon nächstes Jahr den Streetscooter Work XL mit Brennstoffzelle auf den Markt bringen.

Der Streetscooter wurde bereits 2010 an der TH in Aachen unter der Leitung von Prof. Dr. Schuh entwickelt. Nur vier Jahre später wurde das daraus hervorgegangene Unternehmen an die Deutsche Post verkauft, die seither das Fahrzeug in Zusammenarbeit mit Ford produziert.

Den Streetscooter gibt es in mehreren Ausführungen. Kunden können das Fahrzeug als reines Chassis mit eigenem Aufbau oder auch den Versionen Streetscooter L oder XL erwerben.

Die Ausführung Streetscooter bzw. Streetscooter L haben eine permanent erregte Synchronmaschine, die max. 65 PS (48 kW) Leistung liefert. Die Dauerleistung wird mit 53 PS angegeben. Damit kann eine Höchstgeschwindigkeit von 85 km/h erreicht werden. Für Preise ab ca. 40.000 € brutto erhält der Kunde eine 20 kWh Batterie. Gegen ca. 6.000 € Aufpreis gibt es 20 kWh (=40 kWh gesamt) mehr.

Der Streetscooter Work XL hat dagegen zwei Batterien, die über insgesamt 76 kWh Kapazität verfügen. Die Leistung wird mit 122 PS (90 kW) angegeben. Damit läuft der kleine Transporter mit einer zulässigen von 1.150 kg Zuladung und 20 m3 Ladevolumen immerhin 90 km/h schnell.

Die max. Reichweite beträgt 200 km. Daran will Streetscooter jetzt etwas ändern. Der Streetscooter soll bereits ab nächstem Jahr mit Brennstoffzelle als “H2 Panel Van” kommen.

Damit wäre der Streetscooter XL “der erste serienmäßige 4,25 to Elektrotransporter, dessen Antrieb während der Fahrt von einer Brennstoffzelle mit zusätzlicher Energie versorgt wird”.

Dank Brennstoffzelle soll sich dann die Reichweite auf bis zu 500 km erhöhen.

Wie das Unternehmen mitteilte, liegen bereits 100 Bestellungen für den Brennstoffzellen Streetscooter von DHL Express vor.

Einen Verkauf an Dritte plant das Unternehmen gegenwärtig nicht.

Die Brennstoffzelle gibt es schon in anderen Autos

Nicht nur der Streetscooter hat eine Brennstoffzelle. Hyundai hat mit dem Nexo und Toyota mit dem Mirai schon länger Brernnstoffzellen Fahrzeuge im Angebot. Auch Mercedes setzt mit dem GLC F Cell auf den Wasserstoffantrieb. Der Mercedes kombiniert dabei weltweit erstmalig die Brennstoffzellen- und die Batterietechnik zu einem Plug-in-Hybrid: Neben Wasserstoff kann die rein elektrische Variante des beliebten SUV auch Strom „tanken“.

Die Brennstoffzelle in Elektroautos ist allerdings keine Erfindung von Streetscooter.  Hersteller wie Hyundai, Toyota und sogar Mercedes haben bereits seit mehreren Jahren Brennstoffzellenfahrzeuge im Angebot.

Zuletzt hat noch der Automobilzulieferer ZF auf einer Pressekonferenz die Ansicht vertreten, dass nicht die Batterie, sondern die Brennstoffzelle sich am Ende durchsetzen wird.

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