Schon 300 autonome Autos in Amerika unterwegs

Schon 300 autonome Autos in Amerika unterwegs.

Während in Deutschland noch auf allen Ebenen um die rechtlichen Voraussetzungen autonomen Fahrens diskutiert wird, fahren in Amerika bereits über 300 self driving cars (sedrics)

Hierbei wird die Flotte angeführt von General Motors Cruise, die mit 104 selbstfahrenden Autos auf amerikanischen Straßen unterwegs sind.

Apple tritt mit 62 Fahrzeugen an und wird dicht gefolgt von der Alphabet- Google Tochter Waymo mit 51 Autos.

Schon 300 autonome Autos in Amerika unterwegs - Diagramm zeigt Anzahl und Zulassungen autonomer Autos in Amerika nach Herstellern

Wenn auch zum Teil veraltet, belegen die Zahlen von Google eine beängstigende Realität:

Die nicht autonome Realität:

1,2 Millionen Tote weltweit bei Fahrzeugunfällen im Jahr 2013.

2,4 Millionen Verletzungen weltweit in 2015.

Bei 2 von 3 Unfällen weltweit spielen Drogen oder Alkohol eine Rolle.

6% mehr Verkehrstote im Jahr 2016 – Höchststand seit fast einem Jahrzehnt.

Und egal was man darüber als aktiver begeisterter Autofahrer denkt, selbstfahrende Fahrzeuge verbessern die Verkehrssicherheit. Für viele Menschen mit Behinderungen bieten Sie ganz neue Möglichkeiten der Beweglichkeit. Allein drei Millionen Amerikaner im Alter von über 40 Jahren sind blind. Für sie und die anderen blinden Menschen auf der Welt ist das autonome Auto geradezu ein Segen.

Es wird aber gerade die Menschen der älteren Generation sicherlich noch einige Überwindung kosten auf das Lenkrad und das Gaspedal zu verzichten. Als ehemaliger Vielfahrer weiß ich aber aus eigener Erfahrung wie viel Kraft und Konzentration Langstreckenfahrten auf der Autobahn dem Fahrer abverlangen.  Regenschlachten nachts haben mich manchmal an den Rand gebracht. Die vorher noch mit Hochgeschwindigkeit herausgearbeitete Zeit wurde dann auf dem Parkplatz zum Auftanken der eigenen Batterien wieder verloren.

Wie häufig hätte ich mir nach 500, 600 oder 700 km gewünscht, dass jemand anders für mich fährt.

Autonome Fahrzeuge sind schon lange unter uns.

Aber es bleibt offensichtlich für die meisten Menschen immer noch ein Problem das Leben in die Hand einer Maschine zu legen.  Letztlich tun wir das aber schon jetzt sehr häufig. Der mit 300 Stundenkilometern dahin rasende ICE kann auch schon lange nicht mehr nur auf Sicht fahren. Elektronische Hilfen überwachen den Zustand der Räder; in den Schienen verbaute intelligente Systeme informieren den Fahrer über den Zustand der Strecke vor ihm.

Noch offensichtlicher wird die Übernahme der Steuerung im Flugzeug.  Längst ist der Pilot in den meisten Flug Situationen vollkommen überflüssig. Selbst Starts und Landungen auf sogenannten Leitfunkfeuern sind schon lange an der Tagesordnung. Und trotzdem verunsichert uns der Gedanke das vorne in der Kanzel kein Pilot mehr sitzt. Und das obwohl Statistiken belegen, dass 94 Prozent aller Flugunfälle auf menschlichem Versagen beruhen.

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