EQC 400 – Mercedes bringt den vollelektrischen EQC 400

Mercedes bringt den vollelektrischen EQC 400 Edition 1886.

Vor einigen Wochen hat Mercedes auf der New York International Auto Show 2019 den EQC 400 Edition 1886 vorgestellt.

Mit der Jahreszahl 1886 in der Sonderedition spielt Mercedes auf seine Vergangenheit an. 1886 hatte Karl Benz das erste Auto erfunden.

Produziert werden soll das Auto im Werk in Bremen. Hier läuft auch der Verbrenner Bruder des EQC, der Plattform Bruder GLC, vom Band. Das erklärt auch den für ein Elektroauto recht langen Vorderwagen.

Noch in 2019 soll auch bereits die Produktion des EQC für den chinesischen Markt vom deutsch-chinesische Produktions Joint Venture Beijing Benz Automotive Co. Ltd. (BBAC) aufgenommen werden. Weitere geplante zukünftige Produktionsstandorte sollen in Tuscaloosa (USA) sowie Hambach (Frankreich) folgen.

Die Auslieferungen der ersten EQC starten im Juni 2019 mit einem Anfangskontingent von 30.000 Autos. Hierbei soll es sich zum einen um normale EQC handeln, zum Teil um das limitierte Sondermodell EQC Edition 1886. Die offizielle Markteinführung läuft ab Oktober dann bei den Händlern. Erst im 2. Quartal 2020 soll dann der EQC an weitere Kunden gehen.

Leistung und Preise des EQC 400

Zwei Asynchron-Elektromotor mit jeweils 150 kW an der Vorder- und Hinterachse verleihen dem 408 PS (300 kW) starken Elektroauto ein Drehmoment von 760 Nm. Aus dem Stand beschleunigt das 2,5 to schwere Gefährt in 5,1 Sekunden. Der Vortrieb endet bei abgeriegelten 180 km/h.

Der EQC ist ab sofort bestellbar. Das Basismodell gibt es bereits ab 71.281 € brutto. Damit liegt der Netto Preis unter 60.000 €. Damit ist der Elektro SUV noch förderfähig.  Den Antrag auf Förderung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen (Umweltbonus) können Sie hier beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle stellen – nur online möglich.

Preise für die limitierte EQC Edition 1886 beginnen bei 84.930 €.

Allradantrieb ohne mechanische Kraftübertragung zwischen den Achsen

Eine Besonderheit ist der Allradantrieb des EQC. Anders als bei den 4MATIC Verbrenner Modellen findet zwischen den Achsen des EQC keine mechanische Kraftübertragung statt. Beim EQC übernimmt die Elektronik die stufenlos geregelte Kraftabgabe an die beiden Motoren.

EQC 400 – Batterie, Reichweite und Ladezeiten

Mercedes hat im EQC eine 80 kWh Lithium-Ionen-Batterie verbaut. Diese soll für Reichweiten zwischen 445 und 471 Kilometern ausreichen.  Allerdings nur bei Messung im veralteten NEFZ Verfahren.

Die Reichweite hängt natürlich auch entscheidend von der gewählten Art der Fortbewegung ab. Der EQC Fahrer kann zwischen fünf Fahrprogrammen wählen. Ihm stehen die Modi Comfort, Eco, Max Range, Sport und Individual zur Verfügung.  Darüber hinaus kann er über eine Schaltwippe am Lenkrad in vier Stufen die Rekuperationsleistung regeln.

Je nach gewählter Ladungsart beträgt die Ladezeit zwischen 40 Minuten und 41 Stunden. An der Haushaltssteckdose mit 2,3 kW benötigt der EQC für eine Vollladung 41 Stunden. Der EQC ist serienmäßig aber auch mit einem wassergekühlten On-Board Lader mit einer Leistung von 7,4 kW ausgerüstet. Das ermöglicht ihm das Laden am Wechselstrom zu Hause (AC Laden). An der Wallbox dauert das Laden dann nur noch etwa 25 % der Zeit gegenüber der Haushaltssteckdose.

Zum echten Schnellladen sollte man jedoch an einen DC Schnelllader fahren. Sofern dieser über 400 Volt und minimal 300 Ampere verfügt, lädt der EQC von 10 auf 80 % in 40 Minuten.

Die Batterien für den EQC werden in Kamenz bei Dresden von der Firma Deutsche Accumotive GmbH & Co. KG gefertigt, die auch die Akkus für den smart EQ produzieren. Accumotive ist eine 100 %ige Tochter der Daimler AG.

Zur Serienausstattung des EQC gehört die AC/DC Ladeoption mit Ladekabel für die Wallbox und für öffentliche Ladesäulen.

Begrenzte Zuladung – aber hohe Anhängelast

Beim Leergewicht ist der EQC mit 2495 kg ein echtes Schwergewicht. Um noch das Fahren mit dem normalen PKW Führerschein zu ermöglichen hat Mercedes das zulässige Gesamtgewicht auf 2940 Kilogramm beschränkt.  Damit beträgt die zulässige Zuladung aber nur noch 445 Kilogramm. Das ist für ein Fahrzeug dieser Klasse eigentlich nicht mehr ausreichend.

Umso beachtlicher ist dagegen die zulässige Anhängelast von 1800 Kilogramm.

Zu den direkten Wettbewerbern zählen Audi e-tron, Jaguar I-Pace und der Tesla, Model X.

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