Autobranche im Wandel

Autobranche im Wandel.

Am Donnerstag letzter Woche veröffentlichte die Strategieberatung Oliver Wyman und der Verband der Automobilindustrie (VDA) eine Studie,  wonach die globale Fahrzeugproduktion von 95 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2017 auf 123 Millionen Fahrzeuge im Jahr 2030 steigen werde.

Aber nicht nur die Produktion steigt um ca. ein Drittel, sondern auch die damit verbundene Wertschöpfung innerhalb der Branche.

 

Die Analyse geht davon aus, dass die Wertschöpfung bis 2030 um 30% auf 1,169 Billionen Euro steigen werde. Wertschöpfung wird dabei definiert als Summe sämtlicher Leistungen aller Teilnehmer an der automobilen Produktionskette.

Autobranche im Wandel

Allerdings wird es in dieser Zeit zu einer Verschiebung der Wertschöpfungskette kommen. Bereits im vergangenen Jahr hat China 178 Milliarden Euro Wertschöpfung generiert und rangiert damit auf dem dritten Rang hinter Europa und Nordamerika. Die beiden Konkurrenten Korea und Japan hat China damit bereits hinter sich gelassen. Die Studie geht davon aus, dass bis zum Jahr 2030 China auch den nordamerikanischen Markt wertschöpfungsmäßig überholt und Europa fast eingeholt hat.

 

Aber nicht nur Länder bezogen ändern sich die Verhältnisse der Wertschöpfungsketten, sondern auch innerhalb der Branche. Vernetzung der Fahrzeuge und autonome Fahrfunktionen sowie die Elektrifizierung der Motoren wirken sich auf die deutsche Automobilzulieferer Industrie aus. Insbesondere kleine und mittelständische Betriebe seien von diesen Umbrüchen besonders stark betroffen. Die Analyse geht davon aus, dass allein die Elektromobilität 25% des traditionellen Umsatzes der Automobilindustrie gefährdet.

 

Während die Wertschöpfung in Europa im Jahr 2017 noch 266 Milliarden Euro erreichte, soll sie bis zum Jahr 2030 auf 310 Milliarden Euro steigen. Das entspricht einem Wertschöpfungswachstum von ca. 16,5 %.

 

In Nordamerika sieht die Wertschöpfung in der Zukunft schon etwas ungünstiger aus.  Hier geht die Analyse davon aus, dass die gegenwärtige Wertschöpfung im Jahr 2017 von 196 Milliarden Euro  um lediglich ca. 13,27 % auf 222 Milliarden Euro steigt.

Noch düsterer sieht die Zukunftsprognose hinsichtlich der Wertschöpfung jedoch für Korea und Japan aus.  Hier lag die Wertschöpfung im Jahr 2017 zusammen noch bei 161 Milliarden Euro. Sie soll im Jahr 2030 nur noch 160 Milliarden Euro betragen und damit sogar rückläufig sein.

 

Ganz anders verhält es sich in Indien und China.

Während in Indien die Wertschöpfung von 28 Milliarden Euro im Jahr 2017 auf 64 Milliarden Euro im Jahr 2030 steigen soll und sich damit die Wertschöpfung mehr als verdoppelt, gelingt auch China hinsichtlich der Wertschöpfung in der Automobilindustrie ein gewaltiger Sprung nach vorne. Die Studie geht davon aus dass die bisherige Wertschöpfung in Höhe von 178 Milliarde Euro im Jahr 2017 auf 308 Milliarden Euro im Jahr 2030 steigen werde.

 

 

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