Autonome Sonntagsfahrer

Autonome Sonntagsfahrer.

Anlass war ein tödlicher Unfall eines Testfahrzeuges des Fahrdienstleisters Uber.

In Arizona wurde eine 49-jährige Frau von dem Roboter Auto der Firma Uber erfasst, als sie bei Dunkelheit ihr Fahrrad über die Straße schob.

Autonome Sonntagsfahrer – so überschreibt der Spiegel in Nummer 13/2018 seinen Artikel über Roboterautos.

 

Auch wenn selbst die größten Befürworter autonomen Fahrens nicht von völliger Unfallfreiheit in Zukunft ausgehen, so waren doch alle damit Beschäftigten zunächst schockiert.

 

Eine Mobilität ohne Restrisiko wird es wohl nicht geben, darauf wies auch Andre Seeck, der Leiter der Abteilung Fahrzeugtechnik bei der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), hin.

Dieses Restrisiko resultiert im Wesentlichen aus dem Mischverkehr.

 

Unfälle mit Dritten ließen sich nur dann ausschließen, wenn die Fahrzeuge nur auf abgeschlossenen Infrastruktur Wegen fahren.

 

Google, führender Entwickler von Roboterautos, hat mit seinem Google Unternehmen Waymo inzwischen mehr als fünf Millionen Testkilometer autonom zurückgelegt. Waymo sieht sich an der Schwelle zur Markteinführung. Waymo produziert gegenwärtig keine eigenen Autos, stattet aber konventionelle Modelle von Chrysler gegenwärtig mit seiner Technologie aus. Insbesondere ist an den Einsatz in autonomen Taxis gedacht. Waymo will noch in diesem Jahr in Arizona die ersten autonomen Taxis starten.

Der Bereichsleiter Automatisiertes Fahren bei Daimler, Michael Hafner, sieht dagegen das Zauberauto ohne Fahrer noch lange nicht in der Realität angekommen.

Gegenwärtig macht den selbstfahrenden Autos insbesondere noch das Wetter erhebliche Probleme. Zwei der drei Schlüssel Sensoren –  Kamera und  Laser – leiden besonders unter Witterungsumständen.

Nebel, Regen oder Schnee können die Systeme im Zweifel vollkommen außer Gefecht setzen. Diese Problematik kann auch das GPS nicht lösen, da es zwar durch Nebel und Regen gucken kann, aber andere Verkehrsteilnehmer nicht erkennt. Auch das Radar hilft im Moment noch nicht wirklich weiter. Es sieht zwar bei jedem Wetter, kann aber Größen nicht wirklich unterscheiden. Noch größere Probleme bereitet den Systemen Glatteis.

Das wird wohl auch der Grund sein, warum Google die ersten autonomen Taxis in Arizona einsetzen will. Der Wüstenstaat kennt Phänomene wie Regen, Nebel oder Glatteis nicht.

 

Schreibe einen Kommentar